In seinen Grußworten hob Landrat Bernd Lütjen die bleibende Relevanz des europäischen Zusammenhalts hervor. Er machte dies anhand einer generationenübergreifenden Perspektive deutlich: Während seine eigenen Kinder die Zeit des Eisernen Vorhangs nicht mehr erlebt hätten, erscheine ihnen der aktuelle Krieg in der Ukraine „völlig surreal“. Umso dringlicher, so Lütjen, sei heute die Handlungsfähigkeit Europas. Axel Miesner, Landtagsabgeordneter der CDU, griff in seinem Redebeitrag die historische Dimension der europäischen Einigung auf. Er führte aus, wie die Integration aus den schmerzhaften Erfahrungen der Napoleonischen Kriege und der Weltkriege erwachsen sei. Als treibende Kräfte des Prozesses benannte er auch wirtschaftliche Interessen und verwies beispielhaft auf den Deutschen Zollverein des 19. Jahrhunderts. Sein Fazit: Der „Freiheitsgedanke“ habe sich in der europäischen Geschichte stets als bestimmende Kraft erwiesen, was die EU zu einem bis heute einzigartigen Friedensprojekt mache. Harm Adam, Landesvorsitzender der Europa-Union Niedersachsen, freute sich über das Engagement des Kreisverbandes Osterholz und bedankte sich für die Einladung in die Kreisstadt am Teufelsmoor. Er schloss sich den Worten seiner Vorredner an und betonte die Bedeutung der Arbeit der überparteilichen und unabhängigen Europa-Union Deutschland. Der Vorsitzende der Europa-Union, Jörg Struckmeier, gab schließlich einen Ausblick auf die künftige Arbeit des Vereins. Er kündigte eine abwechslungsreiche Mischung aus bildungspolitischen und geselligen Formaten an. Ziel sei es, das europäische Bewusstsein in der Region nachhaltig zu stärken und den grenzüberschreitenden Austausch zu beleben. Dass die europäische Idee alle politischen Lager verbindet, zeigte sich auch an der breiten Gästeliste des Empfangs, die Teilnehmer aus verschiedenen Parteien und Institutionen vereinte. |